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Selbstverständnis

Die Hamburger Arbeitsgemeinschaft für Strafverteidigerinnen und Strafverteidiger — auch Strafverteidigervereinigung Hamburg genannt — wurde 1974 durch acht Hamburger Kolleginnen und Kollegen gegründet. Diese acht und in der Folge zahlreiche weitere Strafverteidigerinnen und Strafverteidiger - heute hat die Arbeitsgemeinschaft etwa 140 Mitglieder – fanden sich vom Deutschen Anwaltsverein nicht mehr hinreichend vertreten. Schon der Begriff des „unabhängigen Organs der Rechtspflege“ in § 1 Bundesrechtsanwaltsordnung entfachte nachhaltigen Streit. Während wir uns in der Tradition von Rechtsanwälten aus der Weimarer Zeit wie Max Alsberg als einseitige Interessenvertreter der Mandanten verstanden, begann die konservative Rechtspolitik nach der bis 1971 andauernden Liberalisierungsphase wieder damit, Beschuldigtenrechte einzuschränken, den Verteidiger in seiner Unabhängigkeit berufsrechtlich zu begrenzen und ihn durch Einbindung in die Interessen einer „funktionierenden Strafrechtspflege“ praktisch zu entwaffnen. Damals (später hat sich das geändert) ließ der Deutsche Anwaltsverein den gebotenen Widerstand dagegen vermissen; immer wieder stimmte er „zähneknirschend“ solchen Gesetzesvorhaben zu.

Damals entwickelte sich ein neuer Verteidigertyp, der „die weiten und äußersten Möglichkeiten unserer Prozessordnung, anders als die Generation vor ihm, nicht nur ausnahmsweise ausnutzt, sondern der im Interesse seines Mandanten, auch wenn er ihn für schuldig hält, in alle gesetzlichen Freiräume vorstößt und dabei Verteidigungsstrategien entwickelt, die gerade auch auf die typischen Schwachpunkte unserer Justiz zielen“ (Hanack). Auf der Grundlage dieses neuen Selbstverständnisses gründeten sich wie in Hamburg auch in weiteren Bundesländern Strafverteidigervereinigungen, die seit 1977 auch den jährlich stattfindenden Strafverteidigertag als Fachkongress zu aktuellen Fragen des Straf- und Strafprozessrechts abhalten. Der Strafverteidigertag ist mit regelmäßig rund 500 Teilnehmenden die größte Veranstaltung dieser Art in Deutschland.

In der Satzung der Hamburger Arbeitsgemeinschaft für Strafverteidigerinnen und Strafverteidiger heißt es unter anderem:

Die Hamburger Arbeitsgemeinschaft für Strafverteidigerinnen und Strafverteidiger“ bezweckt, allen Rechtsanwälten, deren besondere Interessen der Strafverteidigung gelten, die Möglichkeit zum Zusammenschluss zu bieten, um so die für Strafverteidiger typischen Erfahrungen auszutauschen, die Lösung von für Strafverteidiger typischen Berufsstandsproblemen zu koordinieren, fachliche Zusammenarbeit und wissenschaftliche Weiterbildung durch entsprechende Veranstaltungen zu fördern und untereinander gegenseitige Hilfe bei der Berufsausübung zu gewähren.

Diesem Zweck fühlen wir uns bis heute verpflichtet. Monatlich einmal treffen sich die Mitglieder zu einer Zusammenkunft, in der aktuelle Verfahren und justizpolitische Themen ebenso besprochen werden, wie eine fachliche Auseinandersetzung mit der neueren Rechtsprechung stattfindet.

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Anwaltlicher Notdienst
in Strafsachen
Montag bis Sonntag
0.00 Uhr - 24.00 Uhr

0171 / 6105949

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